Weku Fenster und Türen sind Kunststoff- und Holz-Alu-Systeme, die über ein bundesweites Fachhändlernetz vertrieben werden und sich durch modulare Ausstattungspakete für Rahmen, Verglasung und Beschläge auszeichnen. Wer konkret bestellen will, muss zunächst Profiltyp, Glasqualität und Vertriebsweg klären – genau diese drei Punkte entscheiden über Preis, Lieferzeit und die spätere Bauabnahme.
Welche Rahmenprofile und Designs bietet Weku an?
Weku fertigt Fensterrahmen überwiegend als mehrkammerige Kunststoffprofile mit Bautiefen zwischen 70 und 82 mm, ergänzt durch Holz-Alu-Varianten für höhere gestalterische Ansprüche. Die Profile sind nach DIN EN 14351-1 geprüft, was für die CE-Kennzeichnung und die spätere Verwendung im Neubau oder bei einem genehmigungspflichtigen Fassadenumbau verbindlich vorgeschrieben ist.
Farblich stehen RAL-Töne sowie Dekorfolien in Holzoptik zur Verfügung, die dauerhaft UV-stabil sein müssen – ein Punkt, den Käufer im Angebot schriftlich einfordern sollten, da billige Folienbeschichtungen nach wenigen Jahren ausbleichen können. Bei der Sprossenteilung bietet Weku sowohl aufgesetzte als auch ins Glas integrierte Varianten an, wobei letztere den U-Wert des Glaspakets nicht verschlechtern.
- Kunststofffenster: preisgünstig, pflegearm, für Neubau und Sanierung geeignet
- Holz-Alu-Fenster: höherer Preis, bessere Optik von innen, witterungsfeste Außenschale
- Sprossenfenster: gestalterisch für Altbau- und Landhausstil, Aufpreis je Sprossenfeld
Verglasung und Wärmedämmung: Welche Ausstattung ist sinnvoll?
Standardmäßig liefert Weku Zweifach- oder Dreifachverglasung mit U-Werten, die die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes für Neubauten (UW ≤ 1,3 W/(m²K)) und für förderfähige Sanierungen (deutlich niedrigere Werte) erfüllen. Für die Förderfähigkeit über KfW oder BAFA ist ein Nachweis des Herstellers zwingend – dieser muss vor Bestellung angefordert werden, da nachträgliche Zertifikate oft nicht rückwirkend ausgestellt werden.
Zusatzausstattungen wie Schallschutzglas, Sicherheitsglas (P2A/P4A) oder Sonnenschutzbeschichtung erhöhen den Preis pro Fenster spürbar, sind aber bei Lärmschutzauflagen oder erdgeschossigen Fenstern oft vorgeschrieben oder von der Versicherung empfohlen. Ein häufiger Fehler ist, die Glasstärke zu niedrig zu wählen und später festzustellen, dass der geplante Rollladenkasten oder das gewünschte RC2-Sicherheitsniveau damit nicht erreichbar ist.
- Dreifachverglasung: Standard bei Neubau und KfW-Förderung
- Schallschutzglas: für Fenster an stark befahrenen Straßen
- RC2-Beschläge: Mindeststandard für einbruchhemmende Fenster im Erdgeschoss
Haustüren und Terrassentüren im Weku-Sortiment
Neben Fenstern führt Weku ein Türprogramm mit Aluminium-, Kunststoff- und Holzhaustüren sowie Hebeschiebe- und Terrassentüren. Die Haustüren werden in der Regel mit Mehrfachverriegelung und einbruchhemmender Ausstattung mindestens der Widerstandsklasse RC2 angeboten, was für Wohngebäude die praxisübliche Mindestempfehlung darstellt.
Bei Terrassentüren ist die Wahl zwischen klassischer Dreh-Kipp-Tür, Hebeschiebetür und Faltschiebetür entscheidend für Statik und Einbauaufwand: Große Hebeschiebeelemente benötigen tragfähige Sturzkonstruktionen und sollten vom Statiker geprüft werden, bevor die Bestellung fixiert wird. Ein verbreiteter Fehler ist, die Türgröße erst nach dem Rohbau zu planen – dann passt der vorhandene Sturz oft nicht mehr zur gewünschten Elementbreite, und es entstehen teure Nachbesserungen am Mauerwerk.
Bestellung über PAX AG: Ablauf, Anbieterlandschaft und Kosten
Weku-Produkte werden häufig über die PAX AG vertrieben, ein Handelsnetz, das neben Weku auch die Marken TMP und Aldra führt. Für Käufer bedeutet das: Angebote unterschiedlicher Fachpartner können auf denselben Produktionslinien basieren, sich aber in Aufmaß-Service, Montageleistung und Preis unterscheiden – ein Vergleich mehrerer Angebote lohnt sich also auch innerhalb desselben Vertriebsnetzes.
Der übliche Ablauf ist: Beratungstermin mit Musterfenstern, verbindliches Aufmaß vor Ort, Auftragsbestätigung mit Lieferzeitangabe (meist sechs bis zehn Wochen), Anlieferung und Montage durch den Fachpartner oder eine beauftragte Fachfirma. Wer die Montage selbst übernehmen möchte, sollte vorher klären, ob der Gewährleistungsanspruch auf das Material dadurch eingeschränkt wird – viele Hersteller, einschließlich der über PAX AG vertriebenen Marken, koppeln die volle Garantie an eine fachgerechte, dokumentierte Montage.
- Aufmaß: verbindlich vor Bestellung, Toleranzen im Vertrag festhalten
- Lieferzeit: realistisch sechs bis zehn Wochen, saisonal länger
- Montage: idealerweise durch zertifizierten Fachbetrieb, RAL-Montage nach RAL-Leitfaden empfehlenswert
Fazit
Wer sich für Weku-Fenster und -Türen entscheidet, sollte Profiltyp, Verglasung und Sicherheitsausstattung vor dem Aufmaßtermin festlegen und Angebote mehrerer Fachpartner aus dem PAX-Netz vergleichen, statt allein auf den Markennamen zu vertrauen. Wichtiger als die Marke ist am Ende die fachgerechte Montage, die den Wärme-, Schall- und Einbruchschutz erst in der Praxis sicherstellt.