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Pax-Fenster und Türen: Modelle und Preise

Pax-Fenster und Türen im Vergleich: Modelle von TMP, WEKU und Aldra, aktuelle Preise und der richtige Bestellablauf für Ihr Bauprojekt.

Kategorie Fenster und Türen Marken
Autor Jürgen Lindemann
Veröffentlicht
Lesezeit 5 Min.
Pax-Fenster und Türen: Modelle und Preise

Wer im Baumarkt oder online nach Pax-Fenster und Türen sucht, landet meist nicht bei einem einzelnen Hersteller, sondern bei der PAX AG – einer Unternehmensgruppe, unter deren Dach mehrere bekannte Fenster- und Türenmarken produzieren. Dieser Artikel zeigt konkret, welche Modelle dahinterstehen, mit welchen Preisen Sie kalkulieren sollten und wie der Bestell- und Einbauprozess Schritt für Schritt abläuft.

Was steckt hinter Pax-Fenster und Türen? Marken und Modelle im Überblick

Die PAX AG Fenster und Türen ist eine Holding, die mehrere mittelständische Fensterbauer unter einem Dach vereint. Für Bauherren und Renovierer bedeutet das: Es gibt kein einheitliches "Pax-Fenster", sondern unterschiedliche Produktlinien mit eigenem Profilsystem, eigener Fertigungstiefe und eigenem Preisniveau.

Die drei relevanten Tochtermarken unterscheiden sich vor allem im Material- und Qualitätssegment:

  • TMP Fenster und Türen deckt das mittlere Preissegment ab und bietet Kunststofffenster sowie Kunststoff-Aluminium-Kombinationen mit Mehrkammerprofilen, die für Neubau und Sanierung gleichermaßen geeignet sind.
  • WEKU Fenster und Türen positioniert sich im Premiumbereich und ist besonders für schlanke Aluminiumprofile und großflächige Verglasungen bekannt, wie sie bei modernen Architektenhäusern gefragt sind.
  • Aldra Fenster und Türen ist auf Holz-Aluminium-Fenster spezialisiert und richtet sich an Bauherren, die Wert auf ein warmes Innenraumklima bei gleichzeitig witterungsbeständiger Außenschale legen.

Bei Haustüren führen alle drei Marken Modelle in Aluminium und Stahl mit Mehrfachverriegelung, unterscheiden sich aber in Dekorvielfalt und Dämmwerten. Vor der Bestellung lohnt sich ein Blick ins jeweilige Herstellerportal, da sich Modellbezeichnungen und Ausstattungspakete regelmäßig ändern.

Was kosten Pax-Fenster und Türen? Richtwerte nach Material und Größe

Die Preise für Fenster und Türen aus dem Pax-Verbund richten sich nach Material, Verglasung, Größe und Beschlagsqualität. Als Orientierung für ein Standardfenster mit den Maßen etwa 1,23 x 1,48 m, Dreifachverglasung und Standardbeschlag gelten folgende Bandbreiten:

FenstertypMaterialPreis pro Fenster (inkl. Glas, ohne Einbau)
Kunststofffenster (TMP)PVC, Mehrkammerprofilca. 350–600 €
Aluminiumfenster (WEKU)Aluminium, thermisch getrenntca. 800–1.400 €
Holz-Alu-Fenster (Aldra)Holz innen, Aluminium außenca. 900–1.600 €

Bei Haustüren bewegen sich die Preise für Standardmodelle mit Wärmedämmung und Mehrfachverriegelung zwischen etwa 1.500 € und 4.000 €, je nach Dekor, Sicherheitsklasse (RC2 oder höher) und Glasanteil. Sonderformate, bodentiefe Fensterelemente, Schiebetüren oder Sonderfarben schlagen mit Aufpreisen von 15 bis 40 Prozent zu Buche.

Wichtig für die Kalkulation: Die genannten Preise beziehen sich auf das reine Element ab Werk. Aufmaß, Lieferung, Demontage der Altfenster, fachgerechter Einbau nach RAL-Montagerichtlinie und Entsorgung kommen als eigene Posten hinzu und machen je nach Aufwand weitere 150 bis 400 € pro Fenster aus.

Wie läuft die Bestellung ab – vom Aufmaß bis zum Einbau?

Der Kaufprozess für Fenster und Türen aus dem PAX-Verbund folgt in der Regel einem festen Ablauf, der bei allen drei Marken ähnlich strukturiert ist:

  1. Bedarfsermittlung und Beratung: Zunächst klären Sie, ob es um reinen Fensteraustausch, energetische Sanierung oder Neubau geht – das entscheidet über U-Wert-Anforderungen und Fördermöglichkeiten.
  2. Aufmaß vor Ort: Ein Fachbetrieb oder Vertriebspartner nimmt die exakten Maueröffnungsmaße, prüft die Anschlusssituation und dokumentiert eventuelle Unregelmäßigkeiten im Mauerwerk.
  3. Angebot und Konfiguration: Material, Verglasung, Beschläge, Farbe und Sicherheitsklasse werden festgelegt; hier lohnt sich ein Vergleich zwischen den drei Marken, da die Ausstattungsstandards variieren.
  4. Bestellung und Fertigung: Nach Auftragsbestätigung liegt die Lieferzeit üblicherweise zwischen vier und zehn Wochen, bei Sonderanfertigungen entsprechend länger.
  5. Einbau durch den Fachbetrieb: Der Einbau nach RAL-Montage umfasst fachgerechte Abdichtung innen (dampfdicht) und außen (schlagregendicht) sowie die Verankerung im Mauerwerk.
  6. Abnahme und Dokumentation: Prüfen Sie Dichtigkeit, Gängigkeit der Beschläge und die vollständige Übergabe von Garantieunterlagen.

Ein häufiger Fehler an dieser Stelle: Bauherren beauftragen das Aufmaß zu früh, bevor der Rohbauzustand der Laibung final ist. Ungenaues Aufmaß führt zu Passungsproblemen, die im schlimmsten Fall eine Neubestellung erfordern.

Was kann DIY erledigt werden – und wo braucht es einen Fachbetrieb?

Der Austausch von Fenstern und Türen zählt zu den Arbeiten, bei denen Eigenleistung nur eingeschränkt sinnvoll ist. Folgende Abgrenzung hat sich in der Praxis bewährt:

  • Grundsätzlich DIY-geeignet: Ausmessen zur groben Kostenschätzung, Auswahl von Dekor und Ausstattung, Vorbereitung der Baustelle (Möbel abrücken, Bodenschutz auslegen).
  • Nur mit handwerklicher Erfahrung: Demontage alter Fenster bei unkomplizierten, nicht tragenden Öffnungen ohne Änderung der Maueröffnung.
  • Zwingend Fachbetrieb: Einbau selbst, insbesondere die luft- und winddichte Anschlussfuge nach RAL-Montagerichtlinie, da hier Bauschäden durch Feuchtigkeit und Wärmebrücken entstehen, wenn die Abdichtung fehlerhaft ausgeführt wird.
  • Zwingend Fachbetrieb: Vergrößerung oder Verkleinerung von Maueröffnungen, da dies statische Eingriffe in tragende Wände sein kann und einer Prüfung durch einen Statiker sowie gegebenenfalls einer Baugenehmigung bedarf.

Ein weiterer Grund, den Einbau nicht in Eigenregie durchzuführen: Die Herstellergarantie auf Dichtigkeit und Funktionsfähigkeit setzt bei allen drei Marken einen fachgerechten Einbau durch einen zertifizierten Montagebetrieb voraus. Wird in Eigenleistung montiert, erlischt dieser Garantieanspruch häufig vollständig.

Bei energetischen Sanierungen kommt hinzu, dass die Einhaltung der Anforderungen aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) an den U-Wert der eingebauten Fenster dokumentiert werden muss – etwa für Förderanträge bei der KfW. Diese Nachweise stellt in der Regel der Fachbetrieb im Rahmen der Einbaubescheinigung aus.

Typische Fehler bei Planung und Kauf – und wie Sie sie vermeiden

Auch bei Markenprodukten mit gutem Ruf treten immer wieder dieselben Probleme auf, die sich mit etwas Vorbereitung vermeiden lassen:

  • Unklare Vergleichsbasis: Wer Angebote der drei Marken nebeneinanderlegt, sollte auf identische Verglasung, Beschlagsqualität und Sicherheitsklasse achten – sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen und der günstigste Preis entpuppt sich als geringere Ausstattung.
  • Fehlende Prüfung der Anschlusssituation: Vor allem bei Altbauten weicht die tatsächliche Maueröffnung oft von den Bauplänen ab. Ein zu früh erstelltes Angebot ohne Vor-Ort-Aufmaß führt regelmäßig zu Nachträgen.
  • Unterschätzte Lieferzeiten: Wer Fenster kurz vor dem geplanten Einzug bestellt, gerät bei Sonderanfertigungen leicht in Zeitnot. Rechnen Sie realistisch mit sechs bis zehn Wochen Vorlauf.
  • Fehlende Förderprüfung vor Vertragsabschluss: Förderprogramme für energieeffiziente Fenster müssen häufig vor Auftragserteilung beantragt werden, nicht danach. Wer erst nach dem Kauf recherchiert, verschenkt oft Fördergeld.
  • Vernachlässigte Anschlussfuge: Selbst bei einwandfreiem Fenster führt eine schlecht ausgeführte Abdichtung zu Zugluft, Kondenswasserbildung und langfristig zu Schimmel in der Laibung. Lassen Sie sich die verwendeten Dichtbänder und deren fachgerechte Verklebung bei der Abnahme zeigen.

Wer diese Punkte vor der Beauftragung klärt, spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit und vermeidet Streit über Gewährleistungsfragen nach dem Einbau.

Fazit

Pax-Fenster und Türen sind kein einzelnes Produkt, sondern ein Sammelbegriff für drei unterschiedlich positionierte Marken mit eigenem Preis- und Qualitätsniveau. Wer Modelle und Kosten realistisch vergleichen will, sollte Material, Ausstattung und Einbauleistung immer gemeinsam betrachten und den Einbau selbst einem zertifizierten Fachbetrieb überlassen, um Garantie und Dichtigkeit nicht zu gefährden.

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