Wer einen Handwerksbetrieb wie die Schreinerei Klein mit neuen Fenstern und Türen beauftragen möchte, sollte den Ablauf von der ersten Anfrage bis zur Endabnahme kennen, denn davon hängen Termin, Preis und Gewährleistung ab. Anders als die allgemeine Übersicht zum Thema Schreinerei, Fenster und Türen geht es hier konkret darum, wie eine Beauftragung Schritt für Schritt funktioniert und worauf Sie bei Angebot, Aufmaß und Montage achten müssen.
Welche Leistungen deckt ein solcher Schreinereibetrieb ab?
Lokale Betriebe wie die Schreinerei Klein oder ein Schreinereibetrieb wie H&W Blum bieten in der Regel die komplette Wertschöpfungskette für Fenster und Türen an: Beratung, Aufmaß, Fertigung, Lieferung, Ausbau der Altelemente, Einbau und Abdichtung. Das unterscheidet sie von reinen Baumärkten oder Online-Anbietern, die meist nur das Bauteil liefern.
Typische Leistungsbausteine sind:
- Fenster und Haustüren aus Holz, Holz-Aluminium oder Kunststoff nach Maß
- Innentüren, Schiebetüren und Terrassentüren inklusive Zargen
- Austausch einzelner Elemente oder komplette Fassadensanierung
- Reparatur, Nachjustierung von Beschlägen und Glasaustausch
- Beratung zu Wärmeschutz, Einbruchhemmung und Schallschutz
Fragen Sie bei der ersten Kontaktaufnahme gezielt nach, welche dieser Leistungen im Angebot enthalten sind, denn nicht jeder Betrieb übernimmt Ausbau und Entsorgung der alten Elemente automatisch.
Der Ablauf von der Anfrage bis zum Einbau
Eine Beauftragung läuft bei seriösen Fachbetrieben nach einem festen Muster ab, das Sie aktiv einfordern sollten, wenn es nicht von selbst angeboten wird.
- Erstgespräch und Bedarfsklärung: Material, Anzahl der Elemente, gewünschte Ausstattung und grober Zeitrahmen werden besprochen, oft telefonisch oder per Formular.
- Vor-Ort-Aufmaß: Ein Mitarbeiter misst alle Öffnungen exakt aus und prüft Zustand von Sturz, Laibung und Anschlussfuge. Dieser Termin ist verbindlich und darf nicht durch Laien-Maße ersetzt werden.
- Angebot: Sie erhalten eine detaillierte Kostenaufstellung mit Material, Beschlägen, Montage und Entsorgung als Einzelposten.
- Fertigung: Je nach Auslastung und Sonderanfertigung liegt die Lieferzeit häufig zwischen sechs und zwölf Wochen.
- Einbau und Abdichtung: Ausbau der Altelemente, Einbau nach RAL-Montagerichtlinie, Dämmung und Abdichtung der Anschlussfuge.
- Abnahme: Funktionsprüfung von Beschlägen, Dichtungen und Verriegelung gemeinsam mit dem Kunden, danach beginnt die Gewährleistungsfrist.
Wird ein Schritt übersprungen, etwa das persönliche Aufmaß, drohen Maßabweichungen, die im schlimmsten Fall eine Neufertigung erfordern.
Was kostet die Beauftragung, und wie vergleicht man Angebote?
Die Kosten hängen stark von Material, Größe und Ausstattung ab. Als grobe Orientierung liegen Kunststofffenster meist im unteren, Holz-Aluminium-Fenster im oberen Preissegment, Haustüren aus Massivholz oder mit Sicherheitsverglasung entsprechend darüber. Zur Fertigware kommen bei jedem Betrieb Aufmaß, Montage, Entsorgung des Altmaterials und gegebenenfalls Gerüststellung hinzu.
Holen Sie mindestens zwei bis drei Angebote ein, etwa von der Schreinerei Klein und einem vergleichbaren Betrieb, und achten Sie darauf, dass folgende Posten klar ausgewiesen sind:
- Material und Profilqualität, nicht nur „Fenster Standard“
- U-Wert beziehungsweise Wärmedämmwerte der Verglasung
- Montageart (RAL-Montage mit Innen- und Außenabdichtung)
- Entsorgungskosten für alte Fenster und Türen
- Gewährleistungsdauer auf Material und Montage getrennt
Ein auffällig niedriges Angebot spart häufig genau an Abdichtung oder Entsorgung, was später zu Zugluft oder Feuchteschäden führt. Prüfen Sie außerdem, ob energetische Fördermittel für den Austausch infrage kommen, da diese oft vor Auftragsvergabe beantragt werden müssen.
Worauf Sie vor der Auftragsvergabe achten sollten
Bevor Sie unterschreiben, lohnt sich ein kurzer Check des Betriebs und der Vertragsunterlagen.
- Meisterbetrieb und Referenzen: Prüfen Sie, ob der Betrieb im Rahmen der Handwerksordnung als Meisterbetrieb geführt wird, und lassen Sie sich abgeschlossene Projekte in der Nähe zeigen.
- Verbindliches Aufmaß im Vertrag: Das Angebot sollte sich ausdrücklich auf das Vor-Ort-Aufmaß beziehen, nicht auf grobe Schätzmaße.
- Genehmigungspflicht klären: Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder Änderungen an der Fassadenoptik kann eine baurechtliche Genehmigung nötig sein, das übernimmt in der Regel nicht automatisch der Handwerksbetrieb.
- Zahlungsplan: Üblich sind Anzahlung bei Auftrag, Restzahlung nach mängelfreier Abnahme, keine vollständige Vorkasse.
- Gewährleistung schriftlich: Fordern Sie eine klare Frist für Material- und Montagegewährleistung im Vertrag ein.
Typische Fehler bei der Beauftragung und wie Sie sie vermeiden
Die häufigsten Probleme entstehen nicht beim Handwerker selbst, sondern bei der Vorbereitung durch den Auftraggeber. Wer die folgenden Punkte kennt, spart sich Ärger und Nachbesserungen.
- Eigenmächtiger Ausbau der Altfenster: Wird die alte Verankerung beschädigt, passt das neue Element nicht bündig, und die Anschlussfuge lässt sich nicht mehr fachgerecht abdichten.
- Fehlendes Aufmaß vor der Bestellung: Maße aus dem Bauplan weichen fast immer von der realen Öffnung ab, besonders bei Altbauten mit ungleichmäßigen Laibungen.
- Unklare Montageart im Angebot: Ohne Angabe zur RAL-Montage bleibt offen, ob innen dampfdicht und außen diffusionsoffen abgedichtet wird, ein häufiger Grund für spätere Schimmelbildung.
- Zu kurzer Vorlauf: Wer erst kurz vor dem Winter bestellt, riskiert lange Wartezeiten und Montage unter ungünstigen Witterungsbedingungen.
Ein kurzer Blick auf die Anschlussfuge nach dem Einbau, etwa mit der Hand auf Zugluft geprüft, deckt grobe Mängel oft schon am Abnahmetag auf.
Fazit
Wer einen Fachbetrieb für Fenster und Türen beauftragt, sollte Aufmaß, Angebot und Montageart aktiv einfordern, statt sich auf pauschale Zusagen zu verlassen. Vergleichen Sie mehrere Angebote nach denselben Kriterien, klären Sie Genehmigungsfragen frühzeitig, und bestehen Sie auf einer schriftlichen Gewährleistung. Damit wird aus der Beauftragung ein planbarer Vorgang mit nachvollziehbaren Kosten und einem Einbau, der Wärmeschutz und Dichtigkeit tatsächlich hält, was er verspricht.
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