Wer sich für Fichtner Fenster und Türen entscheidet, kauft in der Regel bei einem regionalen Fachbetrieb, der Fenster- und Haustürsysteme namhafter Systemgeber anbietet, plant und montiert. Anders als reine Hersteller ab Werk übernimmt ein solcher Betrieb Beratung, Aufmaß, Bestellung und Einbau aus einer Hand – das betrifft konkrete Schritte, Fristen und Preise, die im Folgenden im Mittelpunkt stehen.
Welche Fenster- und Türsysteme stehen zur Auswahl?
Das Programm umfasst üblicherweise Kunststofffenster, Holz-Alu- und reine Aluminiumfenster sowie Haustüren in unterschiedlichen Dämmklassen. Entscheidend für die Auswahl sind der Uw-Wert des gesamten Fensters, die Schallschutzklasse und die gewünschte Optik der Profile und Beschläge.
Wer im Premiumsegment vergleicht, orientiert sich häufig an Josko Fenster und Türen als Maßstab für Design und Verarbeitungsqualität; für den Vergleich lohnt sich der Blick auf identische Kennwerte wie Uw, Ug und Rahmenbreite, nicht nur auf den Listenpreis.
- Kunststofffenster: günstigster Einstieg, gute Dämmwerte, breite Farbauswahl per Folie
- Holz-Alu-Fenster: warme Optik innen, wetterfeste Alu-Schale außen, höherer Pflegeaufwand entfällt
- Aluminiumfenster: schmale Ansichten, hohe Stabilität, meist für große Elementgrößen gefragt
- Haustüren: Sicherheitsklasse (RC-Stufe), Mehrfachverriegelung, Glasanteil als Gestaltungsfrage
Wie läuft Beratung, Aufmaß und Bestellung konkret ab?
Der Prozess folgt fast immer derselben Reihenfolge: unverbindliche Beratung, Vor-Ort-Aufmaß, verbindliches Angebot, Bestellung mit Anzahlung, Fertigung und schließlich Anlieferung mit Montage. Zwischen Bestellung und Einbau liegen je nach Auslastung und Sonderausstattung meist acht bis vierzehn Wochen, bei stark individualisierten Elementen auch länger.
Beim Aufmaß entscheidet sich, ob die Elemente später spaltfrei sitzen: Rohbaumaß, Lot und Wasserwaage müssen vor Ort geprüft werden, nicht nur nach Bauplan berechnet. Wird das Aufmaß vor Fertigstellung des Putzes oder der Fassadendämmung genommen, drohen später Anschlussprobleme – deshalb sollte der Aufmaßtermin erst kurz vor dem geplanten Einbau stattfinden.
- Beratungstermin: Systeme, Farben, Beschläge und Fördermöglichkeiten klären
- Aufmaß: Maßtoleranzen, Anschlussdetails, Rollladen- oder Raffstoreintegration festlegen
- Angebot: Positionen einzeln prüfen, nicht nur die Gesamtsumme
- Montage: Termin schriftlich fixieren, Zufahrt und Entsorgung alter Elemente klären
Was kosten Fenster und Türen von Fichtner?
Die Preisspanne ist breit, weil Größe, Verglasung und Ausstattung den Preis stärker beeinflussen als der Systemname selbst. Ein Standard-Kunststofffenster liegt inklusive Montage häufig im Bereich von 400 bis 700 Euro pro Element, Holz-Alu-Fenster meist deutlich darüber, Aluminiumfenster am oberen Ende der Skala. Haustüren bewegen sich je nach Sicherheitsausstattung und Format typischerweise zwischen 2.000 und 5.000 Euro.
Zum Vergleich ordnen sich regionale Anbieter wie Weber Fenster und Türen oder Beck Fenster und Türen preislich meist im mittleren Segment ein, weil hier Fertigungstiefe und Servicequalität ähnlich strukturiert sind. Wichtig ist, das Angebot auf Vollständigkeit zu prüfen: Sind Demontage, Entsorgung, Anschlussfolien, innerer und äußerer Fensterbankeinbau sowie die RAL-Montage nach anerkanntem Leitfaden enthalten?
- Verglasung (2-fach, 3-fach, Sonnenschutz) treibt den Preis am stärksten
- Sonderfarben und Dekorfolien schlagen mit Aufpreis pro Element zu Buche
- Sicherheitsbeschläge (Pilzkopfzapfen, abschließbare Griffe) sind meist optional kalkuliert
- Fördermittel für energieeffiziente Fenster sollten vor der Bestellung geprüft werden, nicht danach
Worauf achten beim Vergleich mehrerer Anbieter?
Ein reiner Preisvergleich greift zu kurz, weil Positionen unterschiedlich geschnitten sind. Sinnvoll ist es, mindestens zwei bis drei Angebote einzuholen, etwa von Wolf Fenster und Türen und Ege Fenster und Türen, und dabei identische Kennwerte gegenüberzustellen: Uw-Wert, Rahmenmaterial, Beschlagstyp und Garantiebedingungen.
Ein Besuch in der Ausstellung lohnt sich, um Profile, Griffe und Türfüllungen live zu bemustern – Kataloge und Onlinedarstellungen geben Farbtöne und Oberflächen oft nur ungenau wieder. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob der Betrieb nach dem RAL-Gütezeichen für Fenster und Haustüren zertifiziert ist und die Montage selbst mit eigenem Personal oder über Subunternehmer ausführt.
- Referenzobjekte in der Nähe ansehen, wenn möglich mit Kontakt zu Vorbesitzern
- Gewährleistungsfristen für Beschläge, Dichtungen und Glas separat vergleichen
- Reaktionszeit bei Nachbesserung als Servicekriterium abfragen
Häufige Fehler bei Kauf und Einbau vermeiden
Die meisten Probleme entstehen nicht bei der Fensterwahl, sondern in der Vorbereitung. Ein zu früh genommenes Aufmaß, eine fehlende Abstimmung mit dem Fassadenaufbau oder eine unvollständige Bemusterung führen später zu teuren Nacharbeiten.
- Aufmaß zu früh: vor Abschluss von Putz oder WDVS gemessen, Anschlussmaße stimmen nicht mehr
- Fehlende RAL-Montage: unzureichende Abdichtung führt zu Zugluft, Feuchteschäden und Schimmel an der Laibung
- Keine schriftliche Bemusterung: Farb- oder Dekorabweichungen werden erst bei Lieferung sichtbar
- Fördermittel zu spät beantragt: viele Programme verlangen die Antragstellung vor Auftragsvergabe
- Unklare Entsorgung: Altfenster und Bauschutt werden nicht im Angebot berücksichtigt
Wer diese Punkte vor der Unterschrift klärt, spart sich Nachverhandlungen und Verzögerungen im Bauablauf.
Fazit
Die Entscheidung für ein bestimmtes Fenstersystem ist nur ein Teil der Aufgabe – entscheidend sind Aufmaßtermin, vollständiges Angebot und fachgerechte Montage nach anerkanntem Standard. Wer Angebote sauber vergleicht, Kennwerte statt Markennamen gegenüberstellt und typische Fehlerquellen von Anfang an ausschließt, kommt zu einer Lösung, die technisch und finanziell zum eigenen Bauvorhaben passt.